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Ist Omega-3 wirklich für Vorhofflimmern verantwortlich?

Omega-3-Fettsäuren werden allgemein für ihre Herz-schützenden Eigenschaften geschätzt. Der Rote-Hand-Brief vom 16.11.2023 hat jedoch Bedenken hinsichtlich eines erhöhten Risikos für Vorhofflimmern bei der Einnahme von Omega-3-Fettsäurehaltigen Arzneimitteln aufgeworfen. Diese Warnung basiert auf systematischen Übersichten und Metaanalysen, die eine dosisabhängige Erhöhung des Risikos für Vorhofflimmern nahelegen.

Omega-3-Fettsäure-haltige Arzneimittel: Dosisabhängig erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei Patienten mit etablierten kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren 

Systematische Übersichten und Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien zeigten ein dosisabhängiges erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei Patienten mit etablierten kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren, die mit Omega-3-Fettsäure-haltigen Arzneimitteln behandelt wurden im Vergleich zu Placebo. 

  • Das beobachtete Risiko für Vorhofflimmern war bei einer Dosis von 4 g/Tag am höchsten. 
  • Angehörige der Gesundheitsberufe sollten Patienten raten, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, wenn sie Symptome von Vorhofflimmern entwickeln. 
  • Wenn sich Vorhofflimmern entwickelt, sollte die Behandlung mit diesen Arzneimitteln dauerhaft abgesetzt werden.

Widersprüchliche Studienergebnisse

Es wurden elf unterschiedliche Studien ausgewertet. Alle elf Studien haben sich dabei auf Menschen fokussiert, die entweder bereits mindestens eine Herzkrankheit besitzen oder zu einer starken Risiko-Gruppe gehören (hauptsächlich Diabetes Typ 2 oder metabolisches Syndrom).

  • Bei einer (!) Studie wurde ein leicht erhöhtes Auftreten von Vorhofflimmern im Zusammenhang mit einer Icosapent-Ethyl -Einnahme festgestellt. Icosapent-Ethyl ist eine künstliche Omega-3-Fettsäure, die im Medikament Vazkepa auf dem amerikanischen Markt zugelassen ist. In der Studie wird explizit erwähnt, dass die Ursache dafür völlig unbekannt ist und weiter erforscht werden muss. 
  • Bei zehn von elf Studien wurde kein Zusammenhang zwischen der Gabe von DHA/EPA (9 Studien) oder Icosapent-Ethyl 1 Studie) hergestellt. 
  • In einer Studie [3] wurden die Omega-3-Spiegel auch am Ende des Studienzeitraums gemessen. Dort kam dann auch heraus: Wenn die Blutwerte ansteigen, gibt es einen protektiven Effekt von Omega-3 für alle Herz-Problematiken (inklusive Vorhofflimmern).

Wie kommt es jetzt von den Einzelstudien zu den Ergebnissen der Meta-Analysen? 

Metaanalysen aggregieren Daten aus verschiedenen Studien, um eine größere Stichprobe zu erhalten und potenziell widersprüchliche Ergebnisse zu klären. 

Es bleibt unklar, warum die Metaanalysen zu einem anderen Schluss kommen als die Mehrheit der Einzelstudien.

Praktische Konsequenz

  • Der Rote-Hand-Brief führt zu starker Verunsicherung bei Patienten und Ärzten über die Nutzung von Omega-3-Supplementen.
  • Eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik ist notwendig, um zu verhindern, dass das nützliche Supplement aufgrund von unklaren Risiken unnötig gemieden wird.
  • Regelmäßige Messungen des Omega-3-Spiegels helfen, die Wirksamkeit der Supplementierung zu überprüfen
  • Es ist notwendig, weitere Studien durchzuführen, um die genauen Wechselwirkungen von Vorhofflimmern und Omega-3-Fettsäuren besser zu verstehen.

Wer bietet Messungen an?

Immer mehr Labore bieten Fettsäure-Analysen an (z.B: biovis, Ganzimmun), aber auch einige Anbieter von hochwertigen Omega-3-Präparaten haben sich Labore gesucht, die für die Patienten mit einfachen Trockenbluttests eine eigenständige Messung möglich machen (Zinzino, Norsan). 

Lediglich bei Zinzino ist ein zweiter Test fest im System verankert. Mit beeindruckenden Ergebnissen: 97% der Europäer vor Einnahme des Omega-3-Öls von Zinzino eine unzureichende Versorgung aufzeigen (wovon einige sicher bereits andere Präparate einnehmen). Von den Menschen, die einen zweiten Test nach drei Monaten einschicken, sind 95% nach dieser Zeit bereits gut bis sehr gut versorgt. 

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Quellen:
[1] Lombardi M, Carbone S, Del Buono MG, et al. Omega-3 fatty acids supplementation and risk of atrial fibrillation: an updated meta-analysis of randomized controlled trials. Eur Heart J Cardiovasc Pharmacother. 2021;7(4):e69-e70. doi:10.1093/ehjcvp/pvab008
[2] Gencer B, Djousse L, Al-Ramady OT, Cook NR, Manson JE, Albert CM. Effect of Long-Term Marine ɷ-3 Fatty Acids Supplementation on the Risk of Atrial Fibrillation in Randomized Controlled Trials of Cardiovascular Outcomes: A Systematic Review and Meta-Analysis. Circulation. 2021;144(25):1981-1990. doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.121.055654
[3] doi.org/10.1093/eurjhf/hft103